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So sehr die Corona-Krise große Teile der Wirtschaft und damit auch der Werbewirtschaft gebeutelt hat, so interessant ist es, dass dieselbe Krise nun ausgerechnet die klassischen Medien wieder stärker in den Fokus der Werbetreibenden gerückt hat. Allen voran das Fernsehen, aber auch Zeitungen, Zeitschriften und natürlich das lineare Radio. Entgegen den Voraussagen der „fundamentalen Digitalisten“, die die Medienzukunft ausschließlich im Internet sehen und lineare Gattungen gebetsmühlenartig für tot erklären. 

Denn ob Kunden oder Agenturen, die Werbezunft folgt den Konsumenten stets auf den Fersen. Und letztere vertrauten in der Pandemie mehr den klassischen Medien als den digitalen. Facebook, Twitter, Instagram und Co. mögen für alles Mögliche stehen, aber nicht gerade für objektive Berichterstattung, Sicherheit und Transparenz. So ist es zu erklären, dass sich auch junge, internetaffine Menschen in unsicheren Zeiten wieder auf „echte Werte“ besinnen und die alten Stärken der klassischen Medien zur Geltung kommen: nämlich Qualität, Verlässlichkeit und eine hohe Glaubwürdigkeit – ganz besonders auf regionaler und lokaler Ebene. Der Tross der Werbetreibenden hat das erkannt und die Nachfrage nach Werbeplätzen in TV, Hörfunk und Presse steigt nach Recherchen der Werbefachzeitschrift Horizont erkennbar. In einem längeren Artikel mit dem Titel „Zurück zur Klassik“ fasst Autorin Katrin Ansorge den Rückbesinnungstrend sehr treffend zusammen (Ausgabe 33-34/2021, 19.8.2021). 

It comes as no surprise to me, however. Those who know me and have read my blog posts know that I am already absolutely convinced of the future of the traditional medium of radio. Its future is linked to and converges with digital media/audio offerings, but is strong linearly, specifically at the regional and local level. There will always be a demand for good curated local radio programming – not just during times of crisis. And, naturally, advertising also profits from a high-quality editorial programming environment, from the credibility and stabilizing effect of local radio.  

Was die unendlichen Werbemöglichkeiten der digitalen Medien und die absolute Zielgenauigkeit von „extreme targeting“ angeht, so bleibt abzuwarten, wie sich die Einschränkung der Cookies auswirken wird. Und wir dürfen uns auch auf künftige Nachweise über die absolute Wirksamkeit von „digital targeting“ freuen.   

Bitte, liebe Leserinnen und Leser, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich meine selbstverständlich nicht, dass die klassischen Medien nach der Pandemie wie Phönix aus der Asche steigen, Internetwerbung verdrängen und den Werbekuchen wie anno dazumal allein unter sich aufteilen werden. Aber ich denke durchaus, dass die „Wiederentdeckung“ alter Werte und Stärken von Dauer sein wird… oder sein könnte.  

I am sure that radio/audio has every chance of remaining advertising media of equal value and equal rights in the mixed bag of media genres – both digital as well as linear. Provided radio broadcasters invest in a good program, in improving regional focus, specifically in their local studios, as well as in the digital transformation of their companies. Being technically up to date, making business processes and workflows digital has competitive advantages today. This will be the ticket tomorrow that will provide access to the digital and automated advertising market.  

Yours, Nico Aprile

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